MedienDisput Berlin
 
Vorschau Mediendisput Berlin :

Di., 13.09.2011: Macht und Ohnmacht der Kontrollgremien
Di., 29.11.2011: Der schleichende Relevanz-Wandel im Nachrichten-Business




am 25. Januar 2011, um 19.00 Uhr

in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz

In den Ministergärten 6,10117 Berlin
 

Auslandsberichterstattung im
Ausnahmezustand ?


Was und wie berichten
Journalisten noch über Krisen und Kriege?


mit den Auslandsexpertinnen und
-experten:


Stephanie Doetzer


Ehem. Redakteurin Al Jazeera,
Qatar


Christoph Maria Fröhder


freier Fernsehjournalist und
Krisenreporter


Astrid Frohloff


Vorstand Reporter ohne Grenzen


Matthias Gebauer


Chefreporter ?Spiegel Online?


Susanne Koelbl


Krisenreporterin ?Der
Spiegel?


Julian Reichelt


Kriegsreporter ?Bild?


Prof. Dr. Stephan Weichert


Macromedia Hochschule für
Medien und Kommunikation (MHMK),


Ko-Autor der Studie ?Die
Vorkämpfer?


Moderation: Prof. Dr.
Thomas Leif


Chefreporter Fernsehen SWR
Mainz, Vorsitzender Netzwerk Recherche e.V. (
www.2plusleif.de)


am Dienstag, den 25. Januar
2011


um 19 Uhr


in die Landesvertretung
Rheinland-Pfalz


In den Ministergärten 6


10117 Berlin


Anmeldungen bitte an:
veranstaltungen@lv.rlp.de


Wer diktiert die politische
Themen-Agenda in Krisenzeiten? Welche Auswahl- und Relevanzkriterien
haben Chefredakteure bei der Platzierung von Auslandsthemen? Laufen
Enthüllungsportale wie Wikileaks der Auslandsberichterstattung den
Rang ab? Wie nutzen Krisenreporter Blogs, Twitter und Social Networks
für ihre Arbeit? Welche Auswirkungen haben glamouröse Reisen in
Kriegsgebiete auf die öffentliche Wahrnehmung? Was ist authentisch,
was reine Kriegs-PR? Wie können professionelle 
Nachrichtenredaktionen auf den Wandel und die Bedrohung der
Krisenberichterstattung reagieren?


Jahrzehntelang war der
Journalismus in Zeiten von Krisen, Terror und Kriegen unersetzlich:
Aktuell-verlässlicher Nachrichtenfluss, kompetente Analysen,
geschliffene Kommentare ? im Idealfall lieferten Journalisten eine
hohe Orientierungsdichte für ein verunsichertes, uninformiertes
Publikum. Die Praxis-Kritik der Korrespondenten klingt dagegen wie
ein Dementi der ?alten Zeiten.? Zugleich ist die Auslands- und
Krisenberichterstattung eines der interessantesten, aber am meisten
vernachlässigten Tätigkeitsfelder im Journalismus. Nicht nur
Sparzwänge und Zeitmangel setzen die professionellen
Berichterstatter unter Druck, auch die Konkurrenz durch
para-journalistische Informations-Agenten wächst zusehends: Die
Interpretationsmacht der Geheimdienste, Enthüllungsportale wie
Wikileaks oder vermeintlich unabhängige Blogger aus Krisenregionen
stellen die Deutungshoheit und die Relevanz des Journalismus immer
mehr in Frage. Umso dringender werden verbindliche Richtlinien und
Kodizes für die Medien in Krisen- wie Kriegszeiten gefordert.


Anlässlich der
Buchveröffentlichung


Die Vorkämpfer.


Wie Journalisten über die
Welt im Ausnahmezustand berichten
 
(25.
Januar 2011, Köln: Herbert von Halem Verlag)


diskutieren erfahrene Reporter und
Redakteure über aktuelle und heikle Probleme der
Krisenberichterstattung, aber auch über deren Wirkung und
Potenziale.


Im Anschluss: Gespräche bei Wein
und Imbiss mit den Diskutanten und Autoren.